Berlin Nights

Unsere Bewertung:

Berlin Nights bringt die berühmt-berüchtigte Berliner Clubszene auf die Bühne und entfacht hier einen Orkan mit prominenter Besetzung. Aber eine Sache hat uns mächtig aufgeregt.

Adresse:

Berlin Nights
Marlene-Dietrich-Platz 1
10785 Berlin

Kontakt

Telefon: 0179 - 543 176 1
E-Mail: maren@berlin-nights.de

Online

Webseite: hier
Facebook: hier

Besonderheiten

sensationelle Darsteller
kurzweilige Show
Musik von Klavier bis DJ Tomekk

Eine Hommage an die Muddastadt


Ok, zugegeben … wir sind nicht die größten Musical-Fans und Begriffe wie „Nie dagewesen“ oder „Show Sensation“ klingen in unseren Ohren oft nach Teilen viel zu markiger Werbesprüche. Außerdem, hat das Theater am Potsdamer Platz nicht vor einiger Zeit dicht gemacht? Schlechte Vorzeichen für einen gelungenen Show-Abend also? Mag sein.

Volle Hütte

Umso mehr wunderte uns, dass uns das Theater in der absoluten Mitte Berlins mit heller Leuchtreklame empfing wie zu seinen besten Zeiten. Dieser Eindruck vermochte sich im Innern fortzusetzen. Aus dem bis zum Brechen gefüllten Foyer schallte uns ohrenbetäubende House-Musik vom Live-DJ entgegen. Das kennt man ja so nicht von hier. Sehr cooler Empfang, der uns auf einen überaschenden Abend einstimmte.

Sieht aus wie Club, riecht wie Club

Let the Show begin! Von vornherein war klar. In dem Stück geht‘s um Berlin. Und um es kurz zu machen: Die Story erfahrt ihr hier >>

Nach einem eher ruhigen, obgleich emotionalen Intro – sechs Tänzer zum Piano – begann nur Bruchteile von Sekunden später ein Orkan auf der Bühne zu toben: gefühlt 50 Hiphop-Fanatiker feuerten dem geneigten Publikum eine ‚nie dagewesene‘ – hoppla, da war’s – Choreografie entgegen, während DJ Tomekk im Hintergrund sein altbewährtes Turntabel-Spektakel abzog, wie er es seit Anbeginn der Menschheit tut. Sehr cool.

(Foto: Nicolas Ritter)

(Foto: Henny Steffens)

Diese Idee, Berlins weltberühmt-berüchtigtes Clubleben auf eine große Bühne zu heben und in einer Mischung aus Contemporary, Jazz und natürlich Hiphop- und Breakdance darzustellen, ist exzellent umgesetzt worden. Wir spürten von der ersten Sekunde, dass die auf die ganze Geschichte richtig Bock hatten. Viel Herzblut; verdammt viel Herzblut. Und obwohl alles auf Tanz ausgerichtet war, haben wir selten so gestaunt und gelacht: So viel Artistik, so viel Comedy, so viel Spaß. Die Jungs und Mädels waren keine Tänzer: nee, das waren durch die Bank Artisten. Nix weniger.

(Foto: Bastian Bochinski im Auftrag von SchleckDruff)

Und der Zaster?

29 Euro für ein Ticket sind nicht zu viel, aber dann kriegste halt auch nur die billigen Plätze ganz hinten. Wer einen Platz unmittelbar an der Bühne will, zählt wohl zu den betuchteren Gästen: 89 Euro sind schon ‘ne Ansage. Aber … es lohnt sich. Die Schweißperlen auf der Stirn der Tänzerinnen und Tänzer zu sehen, deren schnellen Atem nach einer anspruchsvollen Performance zu hören oder die Leidenschaft in den Pupillen zu erkennen, machen diese Investition zu einer wohl und gut gewählten.

Mehr Kultur in Berlin findest du hier >>

Wir resümieren

Nächste Station muss eigentlich Las Vegas sein. Denn da gehört diese Show hin. Da ist es schon fast schade, dass der Name „Berlin Nights“  hier Programm ist. Sowas haste noch nicht gesehen, Berlin. Und wer die Vorgeschichte dieses Projektes voller Hürden und Probleme kennt, muss die respektable Leistung aller Beteiligten anerkennen. Darum bleibt uns nix als 5 von verdienten 5 Sternen in Richtung Veranstalter zu schmeißen.

(Foto: Nicolas Ritter)

Wir sind zurecht erbost

Aber eine Sache hat uns mächtig aufgeregt: Warum geht diese Show nur zweieinhalb Stunden und nicht 4 … oder … 8 … oder 12? Jeder im Publikum hätte dies spielend durchgehalten und wäre bis zur letzten Sekunde begeistert gewesen. So ganz sicher auch wir. Nach gefühlt zwei Augenblicken war der Spaß schon wieder vorbei. Um so wichtiger ist es, diese unfassbare Show nicht zu verpassen. Ihr habt nur 2 Wochen Zeit, Freunde: Am 09. April 2017 ist die Show schon wieder vorbei.

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Autor

Jahrgang 1979 - ist zwar im lauten Berlin geboren, lebt aber im stillen Potsdam und wird dort auch nicht mehr weggehen. Er ist eigentlich gelernter PR-Fachmann und hatte aus einer winterlichen Laune heraus die Idee zu 1000 Things. An Potsdam nervt ihn die schleichende Gentrifizierung, an Berlin die großstädtische Anonymität. Jedoch geht er leidenschaftlich gern essen sowohl in Potsdam als auch Berlin, da diese beiden Orte wie geschaffen für solch ein Hobby sind und kann sich dabei nicht auf eine Geschmacksrichtung festlegen. Er steht auf hausgemachte Burger, frischen Fisch, aber auch Kuchen, Döner und literweise Kaffee. Follow @UWiltsch

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