Street Food Festival

Unsere Bewertung:

Die weite Welt der Auf-die-Hand-Kulinarik im kleinen Potsdam. Ein Traum für Hobby-Esser. Dieses Event hat uns in jeder Hinsicht überrascht – positiv und negativ.

Adresse:

Street Food Festival
Breite Straße
14467 Potsdam

Kontakt

Online

Facebook: hier

Besonderheiten

sehr trubelig
verdammt teuer
leckeres Essen

"Chorizzle Foshizzle" und Heuschrecke


‚Street Food‘ – unglaubliche Geschmackserfahrungen, freundliche Menschen, Sommer, Marktatmosphäre … unsere Herzen schlugen höher als wir vom 1st Street Food Festival Potsdam lasen. Ein ganzes Wochenende lang. Juchuu! An einem wundervollen Märzsamstag bei strahlendem Frühlingssonnenschein machten wir uns hungrig auf den Weg zum Lustgarten.

„Oh, nee – hier stell‘ ich mich nicht an“

Bereits auf dem Fußweg dorthin schwante uns nix Gutes. Menschenmassen. Dort angekommen traf uns der Schlag: Offenbar hatten nicht nur wir diese grandiose Idee. Allerdings schlängelte sich die scheinbar nicht enden wollende Schlange in flotten 10 Minuten bis zum Eingang dahin. Wirklich topp!

Die Location

Endlich drinnen mussten sich unsere Sinne erst umstellen. Plötzlich roch es unfassbar lecker nach gegrilltem Fleisch, geräuchertem Fisch und natürlich Bier. Wow, so muss Streetfood. Dazu sorgten unzählige Bierzeltgarnituren für genügend Sitzmöglichkeiten für satte Esserinnen und Esser.
Die ca. 60 Stände internationaler Anbieter boten veganes Essen aus Israel oder Afrika, russische Piroggen, italienisches Lammfleisch und selbstverständlich Burger, Smoothies und Craft-Beer. Schade dass die meisten Stände auch eben nur Stände waren und nicht die streetfood-typischen Trucks.

Das Essen

Der Hunger vertrieb diese Gedanken rasch und so machten wir uns ans Werk: Den Einstieg bildeten drei ultrascharfe italienische Mini-Lammspieße vom 2014er ‚Kitchen Food Truck Awards Finalisten‘, die sich sehen und schmecken lassen konnten. Preis für drei Spießchen: 5 €. Egal.

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Ins Visier nahmen wir alsdann den Stand mit dem Flammlachs, einem über offenem Feuer geräucherten Fisch, der einen unglaublichen Räucherduft versprühte. Also anstellen, aufrücken, schockiert den Preis erblicken und mit einem selbstsicheren „Ach, nö … 8 € pro Portion sind too much“ wieder aus der Reihe treten.

„Chorizzle Foshizzle“ und Heuschrecke

Alternativ griffen wir am Latin-Burger-Stand zu einem „Chorizzle Foshizzle“ mit Beef-Pattie, gebratenen Champignons, Chipotle-Salsa, Guacamole und zu einer Portion Süßkartoffel-Pommes für schlanke 11,50 €. War beides gut zu essen, jedoch war das Burger-Fleisch innen noch rot. Hm .. will man das in einem Burger? Trotzdem wirklich lecker.

Gut angesättet näherten wir uns einem Stand, der dicht umringt mit Menschen war. Sofort wurde klar, hier gibt’s die gebratenen Insekten. Jedoch war die Schlange zu lang, um sich dafür anzustellen.

(Weitere Fotos unter dem Artikel)

Darum beschlossen wir zum Abschluss ein frittiertes Eis – Wer frittiert denn Eis? – zu ergattern. Eine Kugel für 5 €, was nicht überraschte. Diese gute Idee war in der Umsetzung eher ‚mittel‘. Die dicke Panade schmeckte fad und war alles andere als knusprig. Dennoch gibt es ein Daumen hoch für die Idee.

Der Eintritt

Liebe Veranstalter, „Kulturbeitrag“? Ernsthaft? Wegen der 3 € Kulturbeitrag hatte man uns ja vorgewarnt. Kommt uns komisch vor, sollte aber wohl so sein. Der Kracher war jedoch, dass dieser Beitrag – ach, kommt, nennen wir es Eintritt –  quasi unmittelbar vor unserer Nase auf 5 € erhöht wurde. Warum? Zumal jeder Weihnachts- oder Wochenmarkt mit ähnlich teurem Essen oder gar das am selben Ort stattfindende Stadtwerkefest kostenlos ist.

Das Fazit

Satt, aber mit Fragezeichen über den Köpfen verließen wir den Lustgarten: Warum war alles so verdammt teuer? Warum wurden Familien mit Kindern außer durch ein paar Bungee-Trampolins mit nicht vielen weiteren Attraktionen willkommen geheißen?

Etwas kleiner, etwas familiärer und etwas mehr Liebe zum servierten Essen wäre schön gewesen. Wir geben darum gut gemeinte zwei – ok, drei – von fünf möglichen Sternchen.

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Autor

Jahrgang 1979 - ist zwar im lauten Berlin geboren, lebt aber im stillen Potsdam und wird dort auch nicht mehr weggehen. Er ist eigentlich gelernter PR-Fachmann und hatte aus einer winterlichen Laune heraus die Idee zu 1000 Things. An Potsdam nervt ihn die schleichende Gentrifizierung, an Berlin die großstädtische Anonymität. Jedoch geht er leidenschaftlich gern essen sowohl in Potsdam als auch Berlin, da diese beiden Orte wie geschaffen für solch ein Hobby sind und kann sich dabei nicht auf eine Geschmacksrichtung festlegen. Er steht auf hausgemachte Burger, frischen Fisch, aber auch Kuchen, Döner und literweise Kaffee. Follow @UWiltsch

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